151 | In guter Gesellschaft – Gemeinsam essen senkt den Blutzuckerspiegel
Shownotes
Wir besprechen heute einen Artikel, der am 1.10.2026 mit dem Titel „Besser essen? Mindestens zu zweit!“ in der ZEIT erschienen ist und davon handelt, wie sich die Anwesenheit geliebter Menschen beim Essen positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken kann. Der Artikel fasst eine Studie, die in Science Advances veröffentlicht wurde, zusammen, in der festgestellt wurde, dass der Blutzucker weniger stark ansteigt und auch schneller wieder sinkt, wenn Menschen gemeinsam mit geliebten Personen essen. Es wurde also bestätigt, dass nicht nur das Was und Wieviel wir essen eine Rolle spielt, sondern auch das Wie und mit Wem. Warum das prinzipiell gute Nachrichten sind, im Speziellen jedoch individuell anderes gelten kann, schauen wir uns in der heutigen Folge genauer an. Hör rein und lass dich zu deinem nächsten Essen mit Freunden inspirieren!
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Schreib uns gerne, wenn du Fragen hast rund um das Thema Selbstfindung, Ernährung, Gesundheit, Embodiment und Co. Wir beantworten sie dir gerne in einer der nächsten Podcast-Folgen. office@nourishyoursoul.at
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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen
00:00:05: zu einer neuen
00:00:05: Folge von Nourish Your Soul mit Paula und Katharina.
00:00:09: Wir freuen uns sehr, dass ihr wieder einschaltet!
00:00:11: Wir sprechen hier über ganzheitliche Gesundheit, über Spiritualität, über sehr viel Ernährungs- und Psychologische Themen... Ah ja ich bin die Ethologin und Kapitän der Beutel und die Katharina ist
00:00:24: Astrologin, Yoga-Lehrerin
00:00:26: und arbeitet auch medial.
00:00:27: Und wir
00:00:28: haben beide unsere Praxis in Graz.
00:00:30: Schaut's gerne mal auf unserer Website was wir alles anbieten!
00:00:36: Heute haben wir wieder ein cooles Thema mitgebracht.
00:00:39: Ich freu mich sehr weil ich hab Ausschlag geben war einen Artikel.
00:00:43: Und zwar ein Artikel in der Zeit von ersten Oktober.
00:00:49: Nur so ein kurzer Artikel?
00:00:51: Und ich hab gedacht, oh, darüber müssen wir sprechen.
00:00:53: Weil es passt genau in unsere Podcast ... Ja?
00:00:59: In unserer Podcast-Universität.
00:01:01: Themenwelt!
00:01:01: Ja, genau.
00:01:02: Und zwar der Artikel ist betitelt Besseressenfragezeichen mindestens zu zweit Rufzeichen und es geht darum dass eine Studie herausgefunden hat das tatsächlich der Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst werden kann wenn man mit geliebten Menschen zusammen ist.
00:01:22: Und das ist genau darüber wollen wir heute widersprechen, weil das ist schon bemerkenswert dass da jetzt eine Studie existiert die das ziemlich präzise herausgefunden hat.
00:01:34: Weil es ist ja auch das was wir immer sagen man kann alles richtig machen, man weiß sie nicht also sein Essen tracken, man kann genau wissen wie viel Gramm Protein pro Tag, man in die andere Richtung gehen und das zu sehr machen, also in Richtung Orthorexie und so ja immer alles richtig perfekt machen zu wollen.
00:01:55: Und wir tendieren einfach extrem dazu als Menschen, alles zu verkopfen.
00:02:02: Und dann ist so eine Studie, die eben von der wissenschaftlichen Seite wieder bestätigt was man sowas so ... ich würde sagen menschlich eh irgendwie klar ist weil kulturell gesehen ihnen meistens Fast in allen Kulturen oder?
00:02:19: Außer in unserer momentanen Zeit essen Menschen gemeinsam.
00:02:23: Und das Essen, dass gemeinsame Sitzen und Essen ist integraler Bestandteil des Menschseins.
00:02:32: Ja!
00:02:33: Wir haben das so ein bisschen vergessen.
00:02:35: Also ganz viele von uns essen irgendwie schnell alleine zwischendurch...
00:02:43: So wie du sagst es ist eigentlich kulturell gesehen ganz normal, also überall vertreten.
00:02:50: Aber wenn man so wie du sagst momentan schaut wie es ablauft und wie natürlich diese ganze Fast-Food Kultur überall halt immer mehr steigt und da sieht man auch wieder was das auch gesundheitlich mit uns macht ja, sodass jetzt gar nicht nur vielleicht der Aspekt ist dass das ein hochverarbeitetes Essen dass man das vielleicht nebenher im Stehen, im Gehen ist.
00:03:16: Was man ja eher alles weiß, dass es nicht gut ist.
00:03:18: Aber dann kommt auch dazu, dass das natürlich ganz viele Menschen allein essen, vielleicht im Auto in der U-Bahn schnell auf irgendeiner Parkbank oder ... Ja und das finde ich einfach total schön, dass da jetzt immer mehr in die Richtung geforscht wird weil eigentlich Das ist ein klassisches Thema der Psychoneuroimmunologie des Studiums, was ich die letzten drei Jahre gemacht habe.
00:03:45: Weil da geht alles darum, was das für eine immense Auswirkung hat – die ganzen sozialen Faktoren auf unsere Gesundheit.
00:03:54: Ja?
00:03:55: Das Problem ist einfach dass viel Forschung in die Richtung noch nicht betrieben wurde.
00:04:00: Also das ist ja ganze junge Wissenschaft, die es erst seit ungefähr fünfzig- sechzig Jahren glaube ich gibt.
00:04:05: Natürlich ist das in der heutigen Zeit einfach noch nicht lange.
00:04:10: Und deswegen gibt es da wenig Studien dazu, aber ich habe das ja schon als Fakt gelernt in den letzten drei Jahren dass das mindestens genauso viel Auswirkung hat wie wohl wir uns fühlen was also unsere Stressachse auf unser gesamtes System wirkt.
00:04:29: und eher bei diesem Artikel wurde ja nicht genau untersucht, warum das jetzt eigentlich
00:04:38: so ist?
00:04:38: Nur dass
00:04:39: es so
00:04:40: ist.
00:04:40: Und da gibt's natürlich schon einfach von der PNI Seite auch Erklärungsmodelle, warum es wahrscheinlich schon so ist!
00:04:49: Genau und man muss aber vielleicht sagen, wie du gerade schon erwähnt hast einleitend bei diesem Artikel, da ist es schon nochmal darum gegangen, dass es geliebte Menschen sind Ja.
00:05:01: Das ist ganz ein wichtiger Punkt, weil ich glaube das kennt man auch und wir sprechen auch öfters drüber ja dass man quasi so bisschen gezwungen wird in einem Arbeitsessen oder sonst was oder auch im Verwandtenkreis wenn man sich nicht wohlfühlt oder so.
00:05:21: Wenn du dich nicht wohl fühlst mit den Menschen mit denen du gemeinsam isst, ist natürlich der Umkehrschluss
00:05:28: auch
00:05:29: Auswirkungen hat auf deinen Körper.
00:05:31: Und wie dein Körper das Essen verarbeitet, wenn man schon verkrampft oder weiß ... Oder immer der gleiche Kommentar kommt von gewissen Menschen?
00:05:41: Ja
00:05:42: genau und was für Gesprächsthemen am Tisch sind?
00:05:46: ja so wir haben über das ja eher oft geredet dass es einfach ganz viele Menschen gibt die sich aus guten Gründen nicht sehr wohl fühlen mit anderen zu essen.
00:05:58: Das kann ja eine Kleinigkeit sein.
00:05:59: Es können auch geliebte Menschen sein, aber es gibt vielleicht immer Streitgespräche oder es wird immer diskutiert was am Tag alles war oder jeder zählt von seinen Problemen.
00:06:08: Also das können auch solche Aspekte sein und wenn man da sehr sensibel ist... Oder man muss noch gar nicht so sensibel sein!
00:06:14: Ich glaube ich hat das natürlich Auswirkungen aufs System dann wird das wahrscheinlich nicht so eine positive Auswirkung haben auf dem Blutzucker wie in dieser Studie beschrieben.
00:06:26: Also da hat man ja wirklich darauf geachtet, dass es im Endeffekt war das für die Menschen sicher angenehme Situationen, angenehmere Menschen und da hat mir dann eben festgestellt nach, dass der Blutzucker nicht so stark steigt.
00:06:43: Im Gegensatz zu Malzeiten, die er mal alleine einnimmt.
00:06:48: Und deswegen differenzieren wir das so, ne?
00:06:51: Weil ja... Du musst
00:06:51: mal unbedingt differenziren.
00:06:54: Aber der Punkt ist einfach, dass es mehr, wie wir schon so oft gesprochen haben, mehr komplexe Wesen sind und nur vom Kopf allein – okay ich ersetze jetzt so viel Kram von dem oder das – zu der Zeit und so ja….
00:07:10: Ja, das ist es nicht!
00:07:12: Und die sind einfach so vielschichtig, dass ganz viele Faktoren die wir auch teilweise eben nicht immer selber beeinflussen können.
00:07:21: Das ist ja das, was es so schwierig macht auch.
00:07:25: Weil wenn du in der Familie immer die gleichen Themen hast okay?
00:07:29: Was macht man dann?
00:07:30: Natürlich kann man dann mal eine Grundsatzdiskussion anfangen.
00:07:34: Die Frage ist ob das zu etwas führt.
00:07:37: Also das sind schon da die realen Situationen wo man schon überlegen muss wie Kann ich mir das jetzt so schön wie möglich gestalten?
00:07:48: Die Nahrungsaufnahme, die Mahlzeiten einfach auch wirklich sich positiv für mich und meinen Körper auswirkt.
00:07:56: Also in der Studie – also ich kann sie kurz vorlesen ja – es ist eine Studie, die im Fachplatz Science Advances veröffentlicht wurde und das Setup war so dass Forscher führten mehrere Experimente mit hundertachzig Versuchspersonen durch.
00:08:14: Also das ist eigentlich nicht so viel, aber eben sehr präzise und sie saßen entweder allein am Tisch oder in Gesellschaft ihre Freundinnen, Ehemänner oder Partner.
00:08:25: dabei durften Sie reden und sich berühren und es zeigte sich im Gegenwart eines geliebten Menschen reguliert der Körper sich besser denn der Blutzuckerstieg in den folgenden zwei Stunden weniger stark an und viel schneller wieder ab als bei Probanden, die alleine aßen.
00:08:41: Ganz wichtig geliebte Menschen und auch die Berührung spielt eine Rolle.
00:08:46: ja also und da merkt man schon Berührungen eines geliebtem Menschen das ist eine liebevolle Situation.
00:08:56: Das ist natürlich ganz was anderes als wenn man an einem Tisch sitzt mit Menschen, die man nicht so gut kennt oder die man
00:09:09: Und ein Erklärungsansatz von der KPI oder PNI ist auf alle Fälle ganz sicher Cortisol und auch Oxidozin.
00:09:22: Also Oxidocin ist ja so dieses Kuschelhormon, was wir vor allem durch körperliche Berührung aussehen.
00:09:34: Ich habe aber auch gelernt in meiner Studie ... In meinem Studium!
00:09:39: dass Oxidozin sogar auch ausgeschüttet wird, wenn wir Augenkontakt haben mit Menschen.
00:09:45: Das heißt es braucht oft nicht einmal die Berührung sondern es braucht einfach den direkten Augenkondakt und dann hat das schon eine beruhigende Wirkung auf unser System.
00:09:55: Und Cortisol ist natürlich das Stresshormon.
00:10:03: Es ist ja so, dass Cortisol kann als Stresshomonenblutzucker steigen.
00:10:08: Das heißt, Menschen ... Es ist so.
00:10:12: Diabetiker vor allem.
00:10:13: Die Blutzucker messen beobachten das oft sehr stark, wenn sie sich gestritten haben und gestresst sind, dass der Blutzug durch die Decke geht, obwohl Sie gar nichts essen oder das Gleiche haben wie im Vordergrund war überhaupt nix!
00:10:27: Und können sich das nicht erklären?
00:10:29: Und sind dann immer so ... sehr dankbar, wenn Sie das vielleicht zum ersten Mal aufgeklärt werden über was das für eine immense Rolle spielt, weil sonst denkt man ja mal Man wird verrückt.
00:10:39: Ja, das gibt's ja nicht.
00:10:40: Ich krieg sie mir in den Griff oder unter Kontrolle und ... Das ist einfach ... zeigt so deutlich wie stark unser Stresssystem auf unserem Blutzucker einwirkt.
00:10:53: Und eben in dieser Studie wurde es einfach nicht genauer untersucht.
00:10:57: Warum das so ist?
00:10:58: Da hat man nur mal geschaut was passiert.
00:11:00: aber man hat mich gesagt nicht geschaut warum.
00:11:02: D.h.,
00:11:02: das ist nur ein Erklärungs mit Modell sag ich jetzt einmal was die PNI sicher so heranziehen würde.
00:11:13: Und das sind wir wieder bei dem Punkt ja, wenn wir uns gut unterhalten oder wenn wir es wohlfühlen natürlich geht dadurch unser Stresslevel runter.
00:11:28: Ich bin umgekehrt muss man ja nur daran denken.
00:11:31: also Das heißt Mann, das ist natürlich wieder sehr individuell.
00:11:34: Aber wenn ich jetzt von mir sprich ... für mich ist eine Horrorvorstellung in einem Raum voll mit Menschen zu sitzen die alle zu zwei, zu drei, zu vier, zu fünf essen und ich sitze da und esse alleine also umgekehrt gedacht meine Stressachse wird hundertprozentig allein voll hoch gehen ja?
00:11:54: Weil ich aber auch da wieder, dass hat so viel soziale Komponenten auch viele Menschen verbinden das, allein essen dann doch mit ... ich sag jetzt auch mal wirklich vom ... evolutionären.
00:12:13: Also es ist einfach Gefahr für viele im System ja?
00:12:17: Im alten System waren wir ja immer in Gefahr wenn wir alleine waren.
00:12:21: da waren wir dem Tod der Gewalt quasi.
00:12:24: Das hat sicher.
00:12:25: also das war ja für uns soziale Ausgrenzung war das schlimmste was es gibt und Und ich glaube, dass das auch ein Grund ist warum sich viele gerade in Gesellschaft wo viele Menschen vielleicht gemeinsam essen oft nicht sehr wohl fühlen wenn sie alleine.
00:12:44: Essen, ja.
00:12:45: Du meinst
00:12:45: das klassische, wenn man dann alleine am Tisch sitzt im Restaurant
00:12:48: oder so?
00:12:49: Genau!
00:12:49: Die Studie wahrscheinlich ist es auch so gemacht worden.
00:12:52: Manche waren allein und manche waren zusammen... Und ich kann mir das schon sehr gut vorstellen dass das für viele einfach einen gewissen Stress auslöst.
00:13:01: Du bist vielleicht ein bisschen beobachtet, du fühlst dich vielleicht beobachtet, denkst dir vielleicht was denken die anderen?
00:13:07: warum esse ich allein oder warum bin ich da allein Man hat keinen Ansprechpartner, man hat so wie du es gerade gesagt hast diese Regulation die dann noch viel passiert über jemanden anderen.
00:13:20: Das ist Puh!
00:13:22: Also ich glaube wenige Menschen sind in dem Setting entspannungsfähig und dann hat das natürlich voll die Auswirkungen aufs Stresssystem.
00:13:31: und ja Cortisol weiß man nun mal dass das auf den Blutzucker einwirkt.
00:13:38: Aber ich möchte schon auch erwähnen, du hast das eh schon gesagt am Anfang.
00:13:41: Es kann auch genau umgekehrt sein ja?
00:13:44: Das gilt so allgemein vielleicht.
00:13:49: aber wenn man irgendwie abweicht mit seinem S-Verhalten oder spezielle Bedürfnisse hat dann wird es ganz schnell umgekehrt weil dann bedeutet zusammen mit anderen die vielleicht nicht deinen S- Verhalten teilen Und zusammen mit denen zu essen, bedeutet dann oft Stress.
00:14:06: Weil eben es immer Thema ist kommentiert wird da weil das abweicht von dieser Norm und dann ist alleine Essen oft vielleicht wirklich stressfreier her.
00:14:21: also Da muss man schon einfach differenzieren und schauen okay wie geht's mir Vor allem eben, dass reden wir auch oft ja wirklich dieses individuelle Selber reinspüren.
00:14:31: Wie geht es mir wenn ich mit dem und dem Menschen zusammen esse?
00:14:34: Wie geht's mehr wenn ich alleine esse?
00:14:38: Was braucht man auch her?
00:14:39: das ist auch vielleicht Tagesverfassungsabhängig.
00:14:42: Wenn man den ganzen Tag mit ganz vielen Menschen verbracht hat, ist es vielleicht eher Stress freier dann alleine zu essen oder eben wenn man nicht immer hören will was was mal isst dass das vielleicht nicht so gut ist oder, dass man was anderes essen sollt.
00:15:00: Oder was auch immer.
00:15:02: Es kann auch stressfreier sein und da einfach mal ein bisschen aufzuspüren, okay?
00:15:07: Wer sind die Menschen bei denen ich mich sicher fühle?
00:15:10: Weil dann ist auch dieser Effekt der Positiv auf den Stoffwechsel wirkt ja vermehrt dar.
00:15:19: Ja!
00:15:19: Und wo sind diese Situationen, wo ich mich nicht zu wohlfühlen und was kann ich tun um mich dann wohlzufühlen?
00:15:26: zu dieser Selbstregulation zurückkehren, tiefes Atmen, langsames Atmen.
00:15:31: Langsames Essen.
00:15:33: Diese ganzen Sachen die wir eh schon oft besprochen haben.
00:15:36: Aber es spielt alles eine Rolle ja?
00:15:39: Genau und ich glaube es spielt bestimmt eine Rolle ob man jetzt für sich allein ist Da heim jetzt zum Beispiel oder eben in einem Restaurant, wo vielleicht nur andere Menschen sitzen die gemeinsam essen.
00:15:52: Ist sicher auch wieder was ganz anderes fürs Stehresystem.
00:15:55: also das hängt ja so viel von den ganzen Prägungen ab und das hat ja nicht jeder gleichermaßen.
00:16:02: manche stört es überhaupt nichts und wie du sagst sie sagen Mittagspause endlich, muss ich mal mit niemandem sprechen.
00:16:09: Ich weiß für mich wär's eher schwer.
00:16:10: Also ich würd jetzt da freiwillig nie allein essen gehen.
00:16:14: Der Heim-Alein-Essen stört mich nicht.
00:16:20: Stimmt doch soziale Kontextger ist wirklich wichtig ja?
00:16:23: Ja aber ich isst definitiv lieber gemeinsam und ... Ich könnte mir auch vorstellen dass es vielleicht schon ein bisschen eine Auswirkung hat.
00:16:36: Also, eine Auswirkung davon vielleicht auch ist das viele Menschen sich sehr schwer tun.
00:16:41: Ganz ohne Fernseher, YouTube-Skolen
00:16:47: etc.,
00:16:48: essen zu können allein daheim.
00:16:50: Das ist die Rückmeldung, die ich halt ständig
00:16:52: kriege
00:16:53: und ich muss sagen, ich kann es auch sehr nachvollziehen.
00:16:55: also ... Ich bin dann dazu übergangen dass ich halt zumindest einfach nur was anhör oder so Und nicht die visuelle Ablenkung haben, aber ich glaub das hat damit auch ein bisschen was zu tun.
00:17:08: Ja,
00:17:08: ich
00:17:08: glaub es auch.
00:17:11: Dass man eben nicht so ... sich vollkommen bewusst wird, dass man alleine ist ne?
00:17:18: Deswegen läuft der Fernseher oder eben der Radio oder man liest irgendwas.
00:17:22: Also man isst dann dieses pure Konzentrier nur aufs Essen.
00:17:27: So
00:17:27: gut's ist ja für die Stoffwechselprozesse im Körper.
00:17:33: Es fällt uns wirklich schwer.
00:17:34: Ja,
00:17:35: stimmt ja.
00:17:37: Deswegen sind so einfache Tipps auch oft am schwersten umzusetzen, langsamer zu essen zum Beispiel.
00:17:42: Total.
00:17:44: Und ich finde man muss auch oder man kann auch an die Umgebung denken.
00:17:49: also ich find das ist ein Beispiel was sich in der Beratung sehr häufig höre und bei unserer Oma auch so war.
00:17:59: Viele Menschen haben keinen guten Appetit allein und bei alten Menschen, wo eine gewisse Form von Einsamkeit – obwohl unsere Oma alles andere als einsam war.
00:18:09: Aber eine gewisste Form von Einsamkeit
00:18:13: spielt
00:18:15: auch eine größere Rolle.
00:18:18: Die Menschen tun sich oft sehr schwer allein zu essen.
00:18:21: Das haben wir ja auch schon öfter in den Folgen gesprochen, der Appetit wird ja immens auch davon angeregt.
00:18:28: also eben Menschen die man mag.
00:18:31: wo mein Gesellschaft ist da ist man auch oft einmal mehr und unsere Oma hat das auch immer gesagt sie will nicht alleine essen.
00:18:39: es war ein ganz ganz zentraler Punkt und ich finde dass ist auch was, wenn das für einen möglich ist.
00:18:49: Wenn man grad geredet haben für jeden, ist es nicht möglich und wenn man sich absolut unwohl fühlt dann geht das natürlich auch nicht.
00:18:56: aber wenn man die Möglichkeit hat und gemeinsam mit Menschen essen kann älteren Menschen ja die profitieren einfach immens davon.
00:19:07: Das ist unglaublich.
00:19:09: also so wichtig und heilsam sehr heilsam für alte Menschen.
00:19:18: Und eben auch für Kinder.
00:19:19: in dieser schnelllebigen Zeit, wo der Alltag so durchgetaktet wird bleibt oft für dieses gemeinsame Essen auch keine Zeit mehr.
00:19:27: also das ist auch für die Kinder natürlich super wichtig dass sie das lernen ja auch für diese Regulation und dieses Gemeinschaftsgefühl ja des Zugehörigkeitsgefühlen und so.
00:19:39: Also ja es nicht nur quasi Konvention, ja du musst jetzt da am Tisch sitzen und essen.
00:19:46: Sondern es hat auch natürlich Hintergründer.
00:19:48: Ja
00:19:50: absolut!
00:19:51: Und wird natürlich auch weniger.
00:19:54: eben wenn man
00:19:54: so sieht wie die Entwicklungen sind ist das auch oft natürlich auch schwer zu vereinbaren für viele.
00:20:00: Und da sind wir wieder bei diesen multiplen Anforderungen.
00:20:04: mit dem, was wir eben im Podcast besprechen einerseits ... Ja, gemeinsam essen wäre toll und dann gleichzeitig wieder ich soll nur essen, wenn es für mich passt!
00:20:14: Wenn ich hungrig bin?
00:20:18: Aber das sage ich oft, weil mich auch Patienten fragen, wo vielleicht die kleinen Kinder sehr häufig am Tag essen müssen ja und sie wollen aber nicht dauernd essen einfach das gemeinsame Hinsetzen.
00:20:32: Ich glaube nämlich nicht, dass es unbedingt notwendig ist, dass das gegenüber jetzt auch
00:20:35: ist.
00:20:37: Also auch wenn eine Person ist und der andere sitzt dabei und man unterhaltet sich und man ist einfach da und präsent, blick Kontakt, zwischendurch mal Berührung oder was auch immer, ist Oxidozin, gibt Sicherheit, es ist jemand da, da ist es sicherlich auch nicht notwendig, dass die anderen unbedingt auch essen
00:20:57: Das stimmt.
00:20:59: Und auch von der Komponentik, glaub ich hab's schon mal erzählt in einem Podcast.
00:21:05: Viele haben ja Angst vor dem Kontrollverlust und essen deswegen oft nicht auswärts oder wenn sie eingeladen sind oder Gesellschaft.
00:21:16: Da ist das hilfreich zu wissen, dass es nicht nur um die Kontrolle geht, dass das vielleicht auch mal gut ist für den ganzen Organismus verband mit anderen Menschen zu sein und in dieser Essenssituation.
00:21:30: Also dass man da quasi schon daran arbeiten kann, das zu überwinden
00:21:35: ja?
00:21:36: Und eben diese Information ist nicht nur das was wir essen wie viel und so sondern es ist auch wirklich soviel mehr Was teilweise eben langsam erklärt wird auch wissenschaftlich aber teilweise immer noch nicht ganz erklärbar ist.
00:21:52: oder ich habe glaube Das Beispiel, was ich vorher erwähnt hab, das ich schon mal gesagt habe.
00:21:57: Dass man vielleicht auch die Erfahrung selber hat ... dass man im Essen war mit irgendwem und ganz viel mehr Gessen hat im Freundeskreis oder so?
00:22:08: Aber das überhaupt keine Auswirkungen hatte aufs Gewicht zum Beispiel.
00:22:12: Oder man plötzlich
00:22:13: keine Verdauungsbeschwerden hatte, obwohl man was gegessen hat, was man sonst nicht ist.
00:22:18: Und da sind auch so Hinweise drauf!
00:22:21: Ah ja, es war gute Gesellschaft.
00:22:24: Also voll guter Punkt weil das hab ich mir auch quasi noch notiert für die Folge, weil der ist in der Beratung sehr oft Thema ist.
00:22:32: So oft wie die Leute zu mir sagen ... Ja so spannend im Urlaub.
00:22:38: also da is sich was ich will und da is dich viel öfter keine Ahnung ob aus Eis oder wie auch immer Und Ich nehm sogar ab im Urlaub und das kann ich mir überhaupt nicht erklären.
00:22:50: Ich sag dann, da ist auch schon immer meine Antwort gewesen.
00:22:54: Ja!
00:22:55: Weil das eine mega Auswirkung hat.
00:22:57: das Stresssystem ja?
00:22:59: Allein schon dass nur aufgrund des Urlaubs und vielleicht mehr in der Natur sein Anblick von Meer, von Bäumen die Luft zusammen seien mit geliebten Menschen den Stressbegel so massiv herabsetzt, dass allein nur das schon ... ... begünstigen kann, das wir vielleicht eher abnehmen.
00:23:22: Und jetzt wissen wir auch noch, okay direkt bei der Mahlzeit spielt es auch eine sehr große Rolle.
00:23:26: Das heißt, da nimmt man ja im Normalfall jede Mahlzut gemeinsam ein und... Ja!
00:23:32: Weil viele dann auch sagen jetzt zum Beispiel, da ist sich viel mehr Weißbrot oder so?
00:23:36: Aber weil das Brot allein nicht jetzt ausschlaggebend ist ob der Blutzucker schnell rauf geht oder nicht.
00:23:47: Soviel andere Faktoren ist das, was wir einfach in dem Podcast auch immer wieder vermitteln wollen.
00:23:53: Und was so schwer ist, sich wirklich da zu trauen und umzudenken?
00:24:00: Weil wir sind so geprägt von Kalorien ... Als wäre der Körper eine Maschine.
00:24:07: Was wir reingeben, ist direkt sofort kommt es auf die Hüften oder was auch immer alles an Glaubenssätze.
00:24:15: Und dann werden wir verwirrt!
00:24:16: Weil der Glauben-Satz zum Beispiel weiß Brot ja Kann ich nicht essen, macht dick was auch immer.
00:24:22: Und dann ist man im Urlaub und das is'n nicht so.
00:24:25: Dann ist man komplett verwirrt ja?
00:24:27: Und dann sucht man eher nach anderen ... ähm ... Ausreden würde ich's jetzt mal nennen als zu sagen oh Moment meine Grundannahme stimmt nicht.
00:24:37: Also das ist schon ... Ja ... faszinierend!
00:24:40: Ich find es so arg wie viele solcher Mythen in unseren Köpfen herumschwirren und uns eigentlich eher Daran hindern, dass wir eben Essen wirklich als Genuss empfinden und einen natürlichen Zugang dazu finden.
00:24:55: Für uns ja!
00:24:56: Für unseren Körper für unsere Situation.
00:25:00: Also es ist schon... Ja?
00:25:02: Aber ich möchte noch gerne was vorlesen auch aus dem Artikel weil das wirklich wieder so zeigt.
00:25:09: Es geht nicht nur ums Essen sondern mehrere Körperfunktionen auch Und zwar Auch zwei weitere Experimente aus derselben Studie verdeutlichen das.
00:25:20: Eben, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen geliebten Menschen die Anwesenheit von denen und wie der Körper Dinge verarbeitet.
00:25:27: In einem verbrachten die Versuchspersonen fünf Minuten dünn bekleidet in kaltem Raum allein oder zu zweit.
00:25:34: Im Gesellschaft ihrer Partner sank ihre Körperterematur währenddessen weniger und stieg hinterher schneller an!
00:25:41: In einem anderen Experiment bekamen die Probanden kurze Elektroschocks.
00:25:45: Die Leitfähigkeit ihrer Haut, ein Maß für die Stressreaktion stieg in Begleitung weniger an als alleine.
00:25:53: Die Gegenwart einer vertrauten Person scheint also viele körperliche Prozesse zu steuern.
00:25:58: Die Autoren nennen dieses Phänomen soziale Physiologie.
00:26:02: Fand ich voll schön!
00:26:04: Wir sind soziale Wesen und wir brauchen einander.
00:26:12: Wie man miteinander umgeht... spielt eine Rolle, eben wieder wie du sagst mit alten Menschen oder Kindern.
00:26:20: Es ist ja nicht nur so okay ich muss jetzt schauen dass ich geliebte Menschen um mich habe sondern ich bin auch ein Mensch der da ist für andere.
00:26:28: also diese beiden Aspekte wie kann ich die Situation vielleicht für meine Kinder oder für meine Eltern oder was auch immer angenehmer machen?
00:26:40: und das hat dann oft ganz schnell eine Wechselwirkung auch Voll.
00:26:44: Man muss sich auch nicht immer dem Ton, der schon vorherrscht anpassen, sondern man kann auch mitbestimmen ob das ein liebevoller Ton ist eher oder nicht.
00:26:54: Ja voll!
00:26:56: Ja ich finde es super dass jetzt viel geforscht wird in die Richtung und es auch publiziert wird so wie du sagst damit vielleicht auch wirklich immer mehr einen Umdenken und einen Umbruch auch stattfinden kann in den Köpfen wie komplex unser System ist.
00:27:15: Und auch das, was wir immer wieder sagen, dieses Selbstoptimieren hat einfach seine Grenzen?
00:27:20: Ja genau!
00:27:21: Weil der Artikel endet damit... also da ist jetzt beschrieben eben, dass bei Stresskrankheiten Stoffwechselkrankheit helfen kann und dann endet es mit ...und was ist mit gesunden Menschen?
00:27:33: Für sie bedeutet der Zuckerkurvenbefund vielleicht vor allem, dass Self-Care nicht im Einzelkämpfermodus funktioniert.
00:27:40: Wer seine Mahlzeit allen guten Regeln folgen, blutzuckergerecht auf dem Teller sortiert, sollte vielleicht auch mal vom Teller aufschauen zu den Menschen ringsum.
00:27:50: Das fühle ich voll schön so.
00:27:52: Genau das was wir immer sagen natürlich.
00:27:55: Self-care ist voll wichtig.
00:27:57: sich selbst ernst nehmen und Selbstermächtigungen mal schauen was fühle Ich überhaupt?
00:28:00: ja aber dann auch nicht vergessen, dass wir eben auch andere Menschen um uns haben und wir das nicht alles alleine regeln können oder auch nicht müssen.
00:28:13: Es ist ja auch tröstlich.
00:28:15: Ja.
00:28:17: Schön!
00:28:18: Voll schön geschrieben auch für mich echt cool den Artikeln.
00:28:21: Super.
00:28:23: Wir werden also aus der Zeit vom ersten Oktober – ich schreibe es auch in die Show Notes – Wir hoffen, dass wir euch ein bisschen inspirieren konnten.
00:28:33: Vielleicht mal gemeinsam zu kochen jetzt und schönes Essen zu veranstalten.
00:28:38: Oder das nächste Essen einfach mehr zu genießen.
00:28:42: Und ja ... Da ist noch viel Spielraum, glaub ich.
00:28:46: Das ist ja nur ein winziger Teil der hier in dieser Studie bewiesen wurde.
00:28:52: wie du sagst gar nicht einmal warum es so ist.
00:28:55: Also da kann man viel machen Wenn man seine Umgebung liebevoll gestaltet.
00:29:02: Schön!
00:29:04: Dann wünsche mir euch immer eine schöne Woche, schreibt es uns gerne wenn ihr noch Fragen dazu habt, Anregungen, speziellen Podcastwunsch.
00:29:13: Wenn wir uns sehr freuen darüber über Austausch mit euch und dann wünschen wir euch eine schöne Woche und hoffentlich
00:29:19: bis bald!
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